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Ausflug am Golm

Entstehung und Geschichte der Montagskicker

Zusammengefunden haben sich fussballbegeisterte Schützen zum ersten Mal Anfang der 60er Jahre, um sich für das vom TSV Betzingen ausgeschriebene Kleinfeld-Fußballturnier der Betzinger Vereine vorzubereiten.

Montags abends gab es die Möglichkeit auf dem Platz 2 des TSV Betzingen ein wenig zu trainieren, da an diesem Tag kein offizielles Fußballtraining des TSV stattgefunden hat. Bereits im Jahr 1961 wurde der Trainingsfleiß der Schützengilde mit dem Sieg bei diesem Wettbewerb belohnt und das Kicker-Team konnte den begehrten Pokal entgegennehmen. Einen weiteren Pokalsieg gab es zwar seitdem nicht mehr, aber das allmontagliche Treffen wurde beibehalten. Ob alt oder jung, alle die, die sich neben dem Schiesssport auch gerne einmal sportlich betätigen, bzw. austoben wollten, waren willkommen. Da einige Schützen parallel auch bei der Betzinger Feuerwehr aktiv waren, fanden im Laufe der Jahre auch ein paar Mitglieder aus diesem Kreis den Weg zu den Kickern der Betzinger Schützen und so konnte die Teilnehmerzahl immer wieder erweitert werden.

Als Ende der 70er Jahre die Sportanlage „Im Gries“ hinter der Friedrich-Hoffmann-Schule angelegt wurde, wechselte man vom Sportplatz „Haldenäcker“ auf den Platz „Im Gries“. Der Montag aber wurde beibehalten und das gab dann den Ausschlag für die Namensgebung, die noch heute besteht und sich in Betzingen bestens etabliert hat.

Durch weitere Parallel-Mitgliedschaften aus Betzinger Vereinen, ist die Gruppe immer größer geworden und so kamen auch fussballbegeisterte Skifahrer aus der Betzinger Skizunft hinzu, aber auch Freunde und Bekannte fanden den Weg auf den Platz „Im Gries“, von denen der eine oder andere dann auch als neues Mitglied für die Schützengilde gewonnen werden konnte.

Durch die Verbindung mit der Skizunft, ergab sich im Jahre ??? noch einen weiteren Vorteil.  Für die alljährlich stattfindenden Skiausfahrten, sollte es die Möglichkeit geben, sich durch eine spezielle Ski-Gymnastik darauf vorzubereiten. Diese Vorbereitung fand in der Betzinger Emil-Roth-Sporthalle am Montagabend statt. Die offizielle Belegung von 19:00 bis 22:00 Uhr war den Verantwortlichen aber zu lang und so einigten man sich auf eine zeitliche Teilung der Halle. Von 20:15  bis 22:00 Uhr gab es für die Montagskicker die Möglichkeit sich nun auch im Winter fussballtechnisch zu betätigen.

Aber wie überall gab es auch Zeiten, in denen die Fußballbegeisterung bei der Gilde, der Feuerwehr und der Skizunft nicht so groß war und die Anzahl der Spieler wurde etwas rückläufig.

Hier wagte man einen Schritt, bei dem einige zunächst etwas skeptisch waren. Die Gruppe „ Hilfe zur Selbsthilfe“ aus der Jettenburgerstrasse traf sich mit ihrem Leiter Lutz Müller ebenfalls montags hinter der Sporthalle, um im Rahmen ihres Therapieprogrammes ein wenig Sport zu betreiben. Mit der Entscheidung, mit straffälligen Jugendliche, die versuchen sich wieder in die Gesellschaft einzugliedern, Fussball zu spielen, setzten die Montagskicker jetzt nicht nur ein sportliches, sondern auch ein soziales Zeichen in Betzingen. Dies wurde dann im Jahre 2011, beim 10 jährigen Jubiläum dieser Zusammenführung, auch gebührend gefeiert und in der Presse hervorgehoben.

In den nun über 50 Jahren Montagskicker, wurde aber nicht nur Fußball gespielt. Verschiedene Aktivitäten wie Ausflüge, Wanderungen, Radtouren, der Besuch eines Fußballspiels in München, ein verlängertes Wochenende in Hamburg und Freundschaftsspiele wurden immer wieder von dem jeweiligen Manager organisiert und vertieften damit den Zusammenhalt in der Gruppe. Doch auch die Unterstützung bei Veranstaltungen von Betzinger Vereinen, wie zum Beispiel dem Open Air Konzert der Sängerschaft in den Jahren 2001 bis 2003, oder beim Dorffest setzen positive Akzente.

Das alles macht diese sportliche „Nebenbeschäftigung“ der Betzinger Gilde, bei der bereits die 4. Generation von Fußballbegeisterten aktiv ist, zu einer nicht mehr wegzudenkenden Vereinsaktivität, bei der alle, die sich schon, oder noch, fit genug fühlen, dabei sein können. Denn das Motto am Montagabend lautet seit jeher:

Wir spielen zum Spaß und alle müssen morgen wieder Arbeiten, bzw. zur Schule gehen!